stella anthroposophica
  Astrologie im Wandel?
 

Astrologie im Wandel?

In einem Internet-Artikel wurde vor einiger Zeit die Frage aufgeworfen ob es sein könnte das die Astrologie in der Krise stecke. Ich neige eher dazu zu sagen ob sie sich im Wandel befindet. Diese Sinnfrage wurde gestellt, gerade in der Zeit , wo sich bald das große Quadrat am Himmel aufbauen sollte, also zwischen den 13. April bis etwa 04. Mai 2014.

Nachfolgend einen kleinen Auszug aus dem Artikel:

„Astrologie in der Krise?

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Ob nun hier bei Loop! oder anderswo, das Große Quadrat mit seinen Hauptpfeilern Uranus und Pluto ist allgemein Thema. Krise, Umbruch, Revolution sind Überschriften, die sich tatsächlich, wie jetzt in der Ukraine, in vielen Lebensbereichen wieder finden. Aber wie sieht es damit eigentlich im Bereich der Astrologie selbst aus? Ist sie nicht betroffen, von den Stürmen des Zeitgeist, ergeht an sie nicht auch die Aufforderung, alte überkommene Strukturen zu überwinden und neue, innovative Wege zu finden? Und steckt sie dementsprechend, auf der Suche danach, nicht genauso in einer Krise, wie viele andere Systeme?

Ich weiß nicht, ob ich mir mit den nachfolgenden Überlegungen viele neue Freunde innerhalb der astrologischen Gemeinde machen werde. Das was ich zum Ausdruck bringen möchte, könnte leicht mißverstanden werden. Als eine Art Generalkritik, oder auch als eigenbrötlerische Besserwisserei. Beides liegt mir aber fern, im Gegenteil bin ich der Überzeugung, dass das astrologische Weltbild auch heute noch so viele unentdeckte Facetten in sich birgt, dass es für ein besseres Verständnis der Welt unverzichtbar ist. Einfach mangels einer besseren Alternative.

Aber gerade heute findet sich die „älteste Wissenschaft der Welt“, zumindest aus meiner Sicht, an einem Scheideweg. Die inflationäre Ausbreitung von astrologischen Beratern und Experten, die fast Tag und Nacht verfügbar sind, aber deren Hintergrund meist im Dunkeln bleibt, kann der „nicht-eingeweihten“ Öffentlichkeit nur das Bild eines esoterischen Gemischtwaren-Systems bieten, das weder eine vernünftige, nachvollziehbare Basis für all die gemachten Aussagen besitzt, noch einen wirklichen Wert bezogen auf die Lebensführung eines „Normal-Sterblichen“ hat.“

(Für den Kompletten Artikel möchte ich  auf die Internetseite : Loop! verweisen – http://www.astrologie-zeitung.de/astrolabor/das-essay/1109-astrologie-krise.html)

 

Gerade jetzt, in Zeiten von vielen Umbrüchen, könnte man doch überlegen, ob es Alternativen bzw. Ergänzungen zu der bisherigen Astrologie gibt. Ich kann sagen, ja in gewisse Weise gibt es einen der klassischen Astrologie ergänzenden Weg, würde aber eher von einem ergänzenden (Komplementären) Weg sprechen wollen. Die klassische Astrologie kann mit eine Methode angereichert werden die allerdings die Bereitschaft und die Offenheit fordert Neues nicht nur kennenlernen zu wollen aber auch sich darin wirklich zu vertiefen. Ich höre ich von vielen Menschen, das die „heutige“ Astrologie, und das sind mittlerweile ganz viele Richtungen, die Erwartungen nicht vollends erfüllt. Nun ist das natürlich eine sehr persönliche Sache die von vielen Faktoren Abhängig sein können. Bei der einen werden die Erwartungen an die Astrologie nicht erfüllt weil, und das kommt mehr vor als man denkt, der beratende Astrologe/In die Botschaften aus den Sternen nicht adäquat rüber bringen konnte oder weil der Astrologe zwar alles auf einen Punkt gebracht hat der Klient aber vergessen hatte die rosarote Brille seiner Persönlichkeit abzusetzen. Nun, es kann mehrere, individuelle, Gründe geben  warum die Astrologie dann nicht die Erwartungen erfüllt hat. Viel zu wenig bekannt ist, dass der österreichischer Geisteswissenschaftler Rudolf Steiner bereits im frühen 20. Jahrhundert ein, ich will mal sagen, „kosmologisches Modell“ vorstellte. Die Genialität die hinter diesem „Modell“ steckt verdient mehr Aufmerksamkeit als das es bisher hat. Er spricht davon, dass die zwölf Tierkreiszeichen aus geisteswissenschaftlicher Sicht als zwölf verschiedenen Weltanschauungen anzusehen seien und die Planeten die Seelenstimmungen ausmachen.
 
Seit einigen Jahren beschäftige ich mich intensiv damit der "neuer Weg zu den Sternen", die Rudolf Steiner beschreibt, praktikabel zu machen. Es gibt einiges zu lesen über die  „Weltanschauungen und Seelenstimmungen. Theoretisch ist das eine hervorragende Idee aber wie in der (Astro-) Praxis umsetzen?
Obwohl es nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Analysen ausmacht, habe ich, im AUM-Horoskop (dazu möchte ich auf die entsprechende Seite verweisen) einen möglichen Weg gefunden diese Theorie in der Praxis einzusetzen.
 
Was aber wollen uns diese Weltanschauungen  und Seelenstimmungen aber sagen?

Die Weltanschauung bezeichnet die geistige Grundhaltung, von der aus die erlebte Wirklichkeit betrachtet wird. Rudolf Steiner hat zwölf grundlegende Welt-anschauungen beschrieben, die in ihrer Totalität für die menschliche Seele ein geistiges Abbild des Tierkreises bilden. Jede Weltanschauung für sich genommen ist eine Einseitigkeit; erst durch die lebendige Ganzheit aller 12 Weltanschauungen lässt sich ein rundum befriedigendes Bild der Welt gewinnen.

"Es ist so wesentlich, wenn man überhaupt über das Denken sich eine Vorstellung machen will, dass man sich darüber klar wird, dass die Wahrheit eines Gedankens auf seinem Gebiete noch nichts aussagt über die allgemeine Gültigkeit eines Gedankens. Ein Gedanke kann durchaus auf seinem Gebiete richtig sein; aber nichts wird dadurch ausgemacht über die allgemeine Gültigkeit des Gedankens. Beweist man mir daher dieses oder jenes, und beweist man es mir noch so richtig, unmöglich kann es sein, dieses also Bewiesene auf ein Gebiet anzuwenden, auf das es nicht hingehört. Es ist daher notwendig, dass sich der, welcher sich ernsthaft mit den Wegen beschäftigen will, die zu einer Weltanschauung führen, vor allen Dingen damit bekannt macht, dass Einseitigkeit der größte Feind aller Weltanschauungen ist und daß es vor allen Dingen nötig ist, die Einseitigkeit zu meiden. Einseitigkeit müssen wir meiden." (Lit.: GA 151, S 33)
                                                                                                                              
Folgende Weltanschauungen nennt Rudolf Steiner
           
Materialismus

Krebs
Sensualismus
Löwe
Phänomenalismus
Jungfrau
Realismus
Waage
Dynamismus
Skorpion
Monadismus
Schütze
Spiritualismus
Steinbock
Pneumatismus
Wassermann
Psychismus
Fische
Idealismus
Widder
Rationalismus
Stier
Mathematizismus
Zwillinge

"Ich habe gestern diejenigen Weltanschauungsnuancen darzustellen versucht, welche dem Menschen möglich sind, so möglich, dass für jede dieser Weltanschauungsnuancen gewisse vollgültige Beweise der Richtigkeit, der Wahrheit für ein gewisses Gebiet erbracht werden können. Für den, der nicht darauf aus ist, alles, was er auf einem bestimmten engbegrenzten Gebiete zu beobachten, zu überdenken in der Lage war, zu einem Begriffssystem zusammenzuschmieden und dann die Beweise dafür zu suchen, sondern für den, der darauf aus ist, wirklich in die Wahrheit der Welt einzudringen, ist es wichtig zu wissen, dass diese Allseitigkeit Notwendigkeit ist, die sich darin ausspricht, daß dem menschlichen Geist wirklich zwölf typische Weltanschauungsnuancen - auf die Übergänge dazwischen kommt es jetzt nicht an - möglich sind. Will man wirklich zur Wahrheit kommen, dann muß man den Ver such machen, sich die Bedeutung dieser Weltanschauungsnuancen ein mal klarzumachen, muß den Versuch machen, zu erkennen, auf welchen Gebieten des Daseins die eine oder die andere dieser Weltanschauungs-Nuancen den besseren Schlüssel bildet. Wenn wir uns noch einmal diese zwölf Weltanschauungsnuancen vor Augen führen, wie das gestern geschehen ist, so ist es also der Materialismus, der Sensualismus, der Phänomenalismus, der Realismus, der Dynamismus, der Monadismus, der Spiritualismus, der Pneumatismus, der Psychismus, der Idealismus, der Rationalismus und der Mathematizismus
Es ist nun in der wirklichen Welt des menschlichen Forschungsstrebens nach der Wahrheit leider so, dass bei den einzelnen Geistern, bei den einzelnen Persönlichkeiten immer die Hinneigung zu der einen oder der anderen dieser Weltanschauungsnuancen überwiegt und dass da durch die Einseitigkeiten in den verschiedenen Weltanschauungen der verschiedenen Epochen auf die Menschen wieder wirken. Was ich so als die zwölf Hauptweltanschauungen hingestellt habe, das muss man kennen als etwas, was man wirklich so überschaut, dass man gleichsam immer die eine Weltanschauung neben die andere so kreisförmig hin stellt und sie ruhend betrachtet. Sie sind möglich; man muss sie kennen. Sie verhalten sich wirklich so, dass sie ein geistiges Abbild des uns ja wohlbekannten Tierkreises sind. Wie den Tierkreis scheinbar die Sonne durchläuft und wie andere Planeten scheinbar den Tierkreis durch laufen, so ist es der menschlichen Seele möglich, einen Geisteskreis zu durchlaufen, welcher zwölf Weltanschauungsbilder enthält." (Lit.: GA 151, S 46f.
Zusätzlich zu den 12 grundlegenden Weltanschauungen unterscheidet Rudolf Steiner sieben Seelenstimmungen, durch die jede dieser 12 Weltanschauungen erlebt werden können.

Diese sieben Weltanschauungsstimmungen entsprechen den sieben Planeten (geordnet nach der  okkulten Reihenfolge der Planeten).
Gnosis
Saturn
Logismus
Jupiter
Voluntarismus
Mars
Empirismus
Sonne
Mystik
Venus
Transzendentalismus
Merkur
Okkultismus
Mond

 



 
   
 
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