stella anthroposophica
  Die geistige Grundsteinlegung
 

GRUNDSTEINLEGUNG DER ALLGEMEINEN
ANTHROPOSOPHISCHEN GESELLSCHAFT

durch Rudolf Steiner
am 25. Dezember 1923, 10 Uhr vormittags

Dr. Steiner begrüßt die Anwesenden mit den Worten:

Meine lieben Freunde!

Als erste Worte klinge heute durch unseren Saal die Zusammenfassung desjenigen> was als wichtigstes Ergebnis der letzten Jahre vor Ihren Seelen stehen kann.
Es wird nachher einiges über diese zunächst zusammenfassenden Worte zu sagen sein. Zuerst aber mögen unsere Ohren von diesen Worten berührt werden, um in unserem Sinn zu erneuern aus den Zeichen der Gegenwart heraus das alte Mysterienwort: «Erkenne dich selbst.»

Menschenseele!
Du lebest in den Gliedern,
Die dich durch die Raumeswelt
Im Geistesmeereswesen tragen:
Übe Geist-Erinnern
In Seelentiefen,
Wo in waltendem
Weltenschöpfer-Sein
Das eigne Ich
Im Gottes-Ich
Erweset;
Und du wirst wahrhaft leben
Im Menschen-Welten-Wesen.

In dieser Auflage ist der Wortlaut der Sprüche hier und im folgenden gemäß Stenogramm wiedergegeben (Siehe «Sonderhinweis zu den Sprüchen» auf Seite 300).

Menschenseele!
Du lebest in dem Herzens-Lungen-Schlage,
Der dich durch den Zeitenrhythmus
Ins eigne Seelenwesensfühlen leitet:
Übe Geist-Besinnen
Im Seelengleichgewichte,
Wo die wogenden
Welten-Werde-Taten
Das eigne Ich
Dem Welten-Ich
Vereinen;
Und du wirst wahrhaft fühlen
Im Menschen-Seelen-Wirken.
Menschenseele!
Du lebest im ruhenden Haupte,
Das dir aus Ewigkeitsgründen
Die Weltgedanken erschließet:
Übe Geist-Erschauen
In Gedanken-Ruhe,
Wo die ew`gen Götterziele
Welten-Wesens-Licht
Dem eignen Ich
Zu freiem Wollen
Schenken;
Und du wirst wahrhaft denken
In Menschen-Geistes-Gründen.

 

„Wollen wir uns immerdar bewußt bleiben dieses heute geformten Grundsteines für die Anthroposophische Gesellschaft. Wollen wir das Andenken an den heute in den Boden unserer Herzen gesenkten Grundstein bewahren bei allem, was wir draußen und hier tun wollen zur Förderung, zur Entwickelung, zur vollen Entfaltung der Anthroposophischen Gesellschaft. Suchen wir in dem dreigliedrigen Menschen, der uns da lehrt die Liebe, der uns da lehrt die Weltimagination, der uns da lehrt die Weltgedanken, suchen wir in ihm die Substanz der Weltenliebe, die wir zu Grunde legen, suchen wir in ihm das Urbild der Imagination, nach dem wir die Weltenliebe in unserem Herzen formen, suchen wir die Gedankenkraft aus den Höhen, um dieses dodekaedrische imaginative Liebesgebilde in der entsprechenden Weise erstrahlen zu lassen!“

 „Und deshalb sei nun wieder zusammenfassend vor unsere Seele hingestellt dasjenige, was da folgt aus der wirklichen Erfassung des «Erkenne dich selbst nach Geist, Seele und Leib», es sei hingestellt so, wie es wirkt im Kosmos, damit auf unseren Stein, den wir in den Boden unserer Herzen nunmehr versenkt haben, von überall her ins Menschenwesen und Menschenleben und Menschenwirken herein spreche dasjenige, was die Welt dem Menschenwesen und Menschenleben und Menschenwirken zu sagen hat.

Menschenseele!
Du lebest in den Gliedern,
Die dich durch die Raumeswelt
Im Geistesmeereswesen tragen:
Übe Geist-Erinnern
In Seelentiefen,
Wo in waltendem
Weltenschöpfer-Sein
Das eigne Ich
Im Gottes-Ich
Erweset;
Und du wirst wahrhaft leben
Im Menschen-Welten-Wesen.
Denn es waltet der Vater-Geist der Höhen
In den Weltentiefen Sein-erzeugend.
Seraphim, Cherubim, Throne,
Lasset aus den Höhen erklingen,
Was in den Tiefen das Echo findet
Und was im Echo der Tiefen
Das Geheimnis der Höhen
Wiederklingen läßt;
Das spricht:
Ex Deo nascimur.
Das hören die Elementengeister
Im Osten, im Westen, im Norden, im Süden:
Menschen mögen es hören.
Menschenseele!
Du lebest in dem Herzens-Lungen-Schlage,
Der dich durch den Zeitenrhythmus
Ins eigne Seelenwesensfühlen leitet:
Übe Geist-Besinnen
Im Seelengleichgewichte,
Wo die wogenden
Welten-Werde-Taten
Das eigne Ich
Dem Welten-Ich
Vereinen;
Und du wirst wahrhaft fühlen
Im Menschen-Seelen-Wirken.
Denn es waltet der Christus-Wille im Umkreis
In den Weltenrhythmen Seelen-begnadend.
Durch die Geister Kyriotetes, Dynamis, Exusiai,
Lasset, ihr Geister, vom Osten befeuern,
Was durch den Westen sich gestaltet,
Und das Feuer des Ostens,
Das aus dem Westen seine Gestaltung empfängt,
Es spricht:
In Christo morimur.
Das hören die Elementengeister
Im Osten, Westen, Norden, Süden:
Menschen mögen es hören.
Menschenseele!
Du lebest im ruhenden Haupte,
Das dir aus Ewigkeitsgründen
Die Weltgedanken erschließet:
Übe Geist-Erschauen
In Gedanken-Ruhe,
Wo die ew`gen Götterziele
Welten-Wesens-Licht
Dem eignen Ich
Zu freiem Wollen
Schenken;
Und du wirst wahrhaft denken
In Menschen-Geistes-Gründen.
Denn es walten des Geistes Weltgedanken Im Weltenwesen Licht-erflehend. Archai, Archangeloi, Angeloi, Lasset aus den Tiefen erbitten, Was in den Höhen erhöret wird, Und wenn recht verstanden wird, Wie es von Archai, Archangeloi, Angeloi ertönt, Wenn aus den Tiefen erbeten wird, Was in den Höhen erhöret werden kann, Dann spricht es durch die Welt: Per spiritum sanctum reviviscimus. Das hören die Elementargeister Im Osten, Westen, Norden, Süden: Menschen mögen es hören.
Und höret es, meine lieben Freunde, also ertönen in Euren eignen Herzen! Dann werdet Ihr hier gründen eine wahre Vereinigung von Menschen für Anthroposophia, und werdet den Geist, der da waltet im leuchtenden Gedankenlichte um den dodekaedrischen Liebesstein, hinaustragen in die Welt, da, wo er leuchten und wärmen soll für den Fortschritt der Menschenseelen, für den Fortschritt der Welt.

 Quelle: http://www.fvn-rs.net
Freie Verwaltung des Nachlasses Rudolf Steiners.

Die Konstellationen der Ober- und Untersonnigen Planeten

Beginnen möchte ich bei den Hauptachsen: Der Aszendent ist Ende Steinbock positioniert. Da dass 1. Haus das Zeichen Wassermann vollkommen einnimt ist der Beurteilung des Aszendenten den Wassermann zu zuordnen wobei zu Berücksichtigen ist das wir es an diese Stelle  mit der Gründung einer Bewegung, eine Gesellschaft, zu tun haben (auf dass geistige komme ich zu einem späteren Zeitpunkt noch zurück), um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen sei hier noch erwähnt das wir über etwas sprechen was den Menschen übergeordnet ist. Das ist, aus dem Blickwinkel der Astrologie ein Unterschied, wenn wir über so etwas sprechen oder „nur“ über einen Menschen. Daher macht es Sinn, darauf ausdrücklich hinzuweisen dass die Analyse-Ergebnisse der Sternenkonstellationen auch als solches zu betrachten sind. Mit den Aszendenten-Anlagen des Wassermans sind folgende Prinzipien und Entsprechungen verbunden: Reformerisch eingestellte Umwelt, eigene Ideen, Menschenkenntnis, Neuerungsbestreben, weitgehende Interessen, reiches Seelenleben. Das Medium Coeli ist was der Position anbelangt genau so, wie der Aszendent, zu beurteilen, dass MC befindet sich Ende Skorpion, schließt aber den Schützen vollkommen ein. Erweiterung und Verinnerlichung des Gedankenkreises, Konservative Einstellung, Idealismus, geistige Einstellung, Unabhängigkeitsdrang, reiches Planen aber auch das Streben nach materieller Sicherstellung, Ansehen und Unbeständigkeit gehören zu den Entsprechungen.

Der Aszendent bildet mit MC ein Sextil, so das hier von einer in sich, in gewisse Weise, entspanntes Verhältnis zwischen Ichbewusstsein und der eigenen Körperschaft vorhanden ist. Am Aszendenten steht der Planet Venus. Unter diese Konstellation finden wir die Aussage das es um eine harmonische Persönlichkeit handelt. Mit dem MC im Sextil: Liebevolle Veranlagung, Wohlwollen, Sinn für Schönheit und Kunst, zu einem Menschen tiefe und herzliche Zuneigung empfinden. Wie Treffend für den Hintergrund der Bedeutung des Wortes Anthroposophie! Leider stecken in dieser Gesamtkonstellation aber auch ein Paar Spannungsaspekte: Zum Aszendenten und Venus besteht ein 90°-Winkel zu Saturn. Milde gesagt und was den Saturn auch Gerecht wird, kann man auch von einem Lernprozess sprechen. Diese besteht darin Hemmungen, Trennungen von Verhälnissen, Ja die selbst aufgezogenen Grenzen zu überwinden und selbstbewusst und forciert in die Welt hinein zugehen! Der Mond, der nicht nur ein Spannungsaspekt mit dem Saturn bildet aber auch eine Opposition mit dem Aszendenten und Venus,  sehe ich im folgenden Kontext: Der Mond ist Vertreter des „Volkes“, oder ich würde sagen der Mond ist der planetarische Vertreter der Mitgliederschaft. Diese Mondkonstellation zum Aszendenten und Venus beinhaltet, nach meiner Erfahrung, eine Doppeldeutung. Erstens ist es als eine Disharmonie zwischen  Mitgliederschaft und Anthroposophische Gesellschaft anzusehen, aber, zweitens, beinhaltet es auch was ausgleichendes, was gegenseitig ergänzendes, also etwas entgegenkommendes, was Anpassungsfähiges. Diese Überlegung ziehe ich durch das Wesen des Mondes in Betracht. Natürlich handelt es sich bei dieser Mondkonstellation auch um das eigene „Seelenleben der anthroposophischen Gesellschaft“ abrundend können wir davon ausgehen das Saturn nicht nur die anthroposophische Gesellschaft (seelisch) „lernfähig“ macht, sondern durch die gleiche Konstellation zum Mond auch die Mitglieder anspricht mit den gleichen Inhalten! Abgemildert wird diese Mond-Spannungskonstellation durch die Tatsache dass es eine entspannte Verbindung zum MC gibt. Wurde vorhin bereits über das Seelenleben der Gesellschaft gesprochen, finden wir hier eine Konstellation vor die auf ein Tiefes Gemüt, reiches Seelenleben, Innerlichkeit, in der Seele verwurzelte Lebensziele, starkes Streben und Fürsorglichkeit hinweist. Durch die  geistige Grundsteinlegung der anthroposopischen Gesellschaft  mag auch die Intension verbunden gewesen sein  starke, auch seelische, Verbindungen zu schaffen

Kommen wir jetzt zum „Geistigen“ in diese Horoskopanalyse: Wenn astrologisch von „Geist „ und „lebendes Geschöpf“ die Rede ist, wird damit die Sonne in Verbindung gebracht. Selbstverständlich ist es eine schöne Konstellation, die sich am Tag der geistigen Grundsteinlegung gebildet hat: Sonne (Geist) im entspannten Aspekt zum Mondknoten (Verbindungen, Gemeinschaften) und zum Saturn (Vertiefung, Konzentration), zusammengefasst bedeutet dieses Planetenbild  das man es hier mit einer zutiefst karmischen Verbundenheit von Menschen zu tun hat, die sich der Öffentlichkeit gegenüber als geistig zusammenarbeitend darstellen.


Die Poseidon-Konstellationen der geistigen Grundsteinlegung

Der Versuch, die geistige Grundsteinlegung der Anthroposophischen Gesellschaft astrologisch zu beleuchten, braucht neben den üblichen Sternenkonstellationen, die Untersonnigen und Obersonnigen Planeten, zusätzlich vertiefte Hinweise um dieser „Versuch“ gerecht werden zu lassen. Um daher einen so komplett wie möglichen Gesamteindruck zu erhalten ist es notwendig die hypothetischen Planeten der sogenannten „Hamburger Schule“ im Gesamtbild mithinein zunehmen:

Poseidon-Entsprechungen: Das Geistige, die Idee, Theorie hinter den Dingen, Sachen, Themen, Vorgängen, Angelegenheiten, Sublimierung, Vergeistigung, Verfeinerung, Erkennt-nis, Lichtträger, Erleuchtung, Stoffreiheit, Weltanschauung, Weltbild, Zeitgeist, Geisteshaltung, theoretisieren, sublimieren, verfeinern, Vergeistigen, verinnerlichen, entstofflichen, ideell, imaginär, verfeinern, sublim, geistg, immateriell, substanzlos, unkörperlich, unstofflich, spirituell, metaphysisch.

Weitere Horoskopdetails beim Autor zu erfragen: stella-anthroposophica@web.de

 
   
 
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